Eine fünftägige intensive Arbeitswoche für Menschen in Führungsverantwortung
Führen wird besonders anspruchsvoll, wenn es keine eindeutige Lösung gibt.
Wenn unterschiedliche Interessen gleichzeitig berechtigt sind.
Wenn eine Entscheidung getroffen werden muss und wichtige Informationen fehlen.
Wenn Widerstand entsteht.
Wenn eine Grenze notwendig ist und zugleich die Beziehung erhalten bleiben soll.
Oder wenn ein Team Orientierung sucht, während auch die Führung selbst noch nicht weiß, wohin der nächste Schritt führt.
Genau dort setzt diese Woche an.
Gemeinsam mit Dr. Frank Baumann-Habersack begleite ich eine fünftägige intensive Arbeitswoche zur Transformativen Autorität.
Dabei geht es weniger darum, neue Führungstechniken zu sammeln. Wir untersuchen vielmehr, wie Führung und Autorität zwischen Menschen entstehen – und wie wir auch unter Unsicherheit präsent, verantwortlich und handlungsfähig bleiben können.
Mich beschäftigt in meiner Arbeit seit vielen Jahren die Frage, wie Menschen Verantwortung übernehmen können, ohne andere klein zu machen – und wie Beteiligung gelingen kann, ohne Verantwortung aufzulösen.
In meiner Arbeit mit Partizipativer Autorität, systemischer Prozessbegleitung und Deep Democracy begegnet mir immer wieder dasselbe Spannungsfeld:
Wie können wir klar führen und zugleich wirklich zuhören?
Wie können wir Grenzen vertreten und in Beziehung bleiben?
Wie können unterschiedliche Stimmen Einfluss bekommen, ohne dass Führung beliebig wird?
Die Transformative Autorität eröffnet hierfür einen weiterführenden Zugang.
Autorität wird dabei nicht als persönliche Eigenschaft oder Status verstanden. Sie entsteht im Beziehungsgeschehen: durch Präsenz, Selbstführung, Transparenz, Beharrlichkeit, Reflexion, Wiedergutmachung und tragfähige Netzwerke.
Frank Baumann-Habersack hat diesen Ansatz aus seiner langjährigen Arbeit und Forschung zu Autorität und Führung entwickelt.
Diese fünf Tage sind bewusst anders angelegt als ein klassisches Führungstraining.
Wir kommen mit einem klaren Rahmen, fundierten Konzepten und einem vielfältigen methodischen Repertoire. Gleichzeitig entsteht der konkrete Weg der Woche aus den Fragen der Menschen, die teilnehmen.
Denn komplexe Führungssituationen lassen sich selten sinnvoll mit einem vorgefertigten Ablauf bearbeiten.
Sie bringen deshalb eine reale Frage aus Ihrem Führungsalltag mit.
Das könnte zum Beispiel sein:
Ihre konkrete Situation wird zum Ausgangspunkt für gemeinsames Lernen.
Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf dem Umgang mit Vielstimmigkeit und Konflikten.
Konflikte zeigen häufig, dass etwas im System noch gehört, geklärt oder neu ausgehandelt werden möchte.
Deshalb versuchen wir in dieser Woche weder, Spannungen vorschnell aufzulösen, noch sie unnötig zu verschärfen. Wir untersuchen, was sie sichtbar machen.
Dabei arbeiten wir unter anderem mit Elementen aus Deep Democracy, systemischer Arbeit und szenischen Verfahren.
Unterschiedliche Perspektiven dürfen nebeneinanderstehen. Auch Zweifel, Widerspruch und Unsicherheit gehören dazu.
Das Ziel ist nicht Einigkeit um jeden Preis.
Das Ziel ist, mehr wahrnehmen und dadurch bewusster handeln zu können.
Je nachdem, was die Gruppe und die eingebrachten Fragestellungen brauchen, arbeiten wir mit:
Dabei entsteht ein Lernraum, in dem Erfahrung genauso bedeutsam ist wie Theorie.
Sie entscheiden jederzeit selbst, wie persönlich Sie arbeiten und welche eigenen Themen Sie einbringen möchten.
Führungshaltung verändert sich selten durch das Verstehen eines Modells allein.
Sie wird besonders dort erfahrbar, wo etwas geschieht, das wir vorher nicht geplant haben: ein Widerspruch, eine Irritation, ein Konflikt, eine überraschende Perspektive.
Fünf gemeinsame Tage ermöglichen uns, solche Prozesse wahrzunehmen, zu reflektieren und unmittelbar neue Möglichkeiten auszuprobieren.
Die Gruppe wird damit selbst zu einem Erfahrungsraum für Führung, Beteiligung und Co-Führung.
Wir führen die Woche ebenfalls gemeinsam.
Auch darin wird das Thema praktisch: Wie teilen zwei Menschen Führung, bleiben jeweils verantwortlich und reagieren zugleich auf das, was in der Gruppe entsteht?
Sie werden nach dieser Woche vermutlich nicht für jede Führungssituation eine fertige Antwort besitzen.
Sie können jedoch genauer wahrnehmen,
Damit wächst nicht Kontrolle über komplexe Situationen.
Es wächst Handlungsfähigkeit innerhalb von Komplexität.
Die Woche richtet sich an Menschen mit Führungsverantwortung, insbesondere an Geschäftsführungen, Bereichs- und Abteilungsleitungen, Vorstände, Direktor und andere Personen, die Organisationen oder größere Verantwortungsbereiche führen.
Sie passt besonders, wenn Sie
Dr. Frank Baumann-Habersack
Forscher, Mediator, Organisationsberater und Entwickler der Transformativen Autorität. Seine wissenschaftliche und praktische Arbeit
beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Autorität, Macht, Konflikt und Führung.
Maria Wiprich
Systemische Coach, Supervisorin und Organisationsberaterin (DGSF), Coach für Neue Autorität und Lewis Deep Democracy Level 4.
Ich begleite Führungskräfte, Teams und Organisationen in Entwicklungs- und Konfliktprozessen. Im Zentrum meiner Arbeit stehen Präsenz, Selbst- und Co-Regulation, Vielstimmigkeit, Sicherheit und die Frage, wie Verantwortung gemeinsam getragen werden kann, ohne individuelle Verantwortlichkeit aufzugeben.
Wir leiten diese Woche gemeinsam in Co-Führung.
4.–8. Oktober 2027
Naturnahes Hotel im Allgäu
Montag: 11:00–ca. 17:30 Uhr
Dienstag–Donnerstag: 9:30–ca. 17:30 Uhr
Freitag: 9:30–14:00 Uhr inklusive gemeinsamem Mittagessen
9 bis maximal 16 Personen
Investition:
2.750 € zzgl. MwSt.
zuzüglich Übernachtung und Verpflegung
Vor der Teilnahme bieten wir ein kurzes persönliches Gespräch an.
Dabei können wir gemeinsam schauen, ob diese Form der Arbeit zu Ihrer aktuellen Situation und Ihrem Anliegen passt.